Weiter nördlich geht es nicht. Arholma ist die letzte Insel des Stockholmer Schärengartens vor dem Ålands Hav – dahinter beginnt offenes Wasser Richtung Finnland. Diese Randlage hat die Insel geprägt: als Lotsenstation, als militärischer Vorposten und heute als Naturreservat mit einer ungewöhnlichen Mischung aus weichen Klippen, Waldpfaden und Kalter-Krieg-Geschichte.
Ein Vorposten im Kalten Krieg
Die militärische Vergangenheit ist auf Arholma noch sichtbar – und begehbar. Die Anlage Batteri Arholma im Norden der Insel wurde zum Museum: Bei Führungen geht es in die unterirdischen Anlagen aus der Zeit des Kalten Krieges, als hier die nördliche Zufahrt nach Stockholm überwacht wurde. Das militärische Erbe steht heute unter Denkmalschutz und ist Teil des Naturreservats.
Naturreservat mit Zipline
Rund um das Arholma Nord im Norden liegt ein Naturreservat mit weichen Felsen und gewundenen Waldpfaden. Die Anlage vermietet Kajaks und SUP-Boards und betreibt einen Ziplinepark – ungewöhnlich für eine Schäreninsel, aber praktisch für Familien und Gruppen. Zum Paddeln in der Gegend passt der Beitrag über das Kajakfahren zwischen den Inseln.
Anreise: ganzjährig ab Simpnäs
Arholma ist besser erreichbar, als die Randlage vermuten lässt. Ab dem Festlandshafen Simpnäs fährt das Boot Monsun ganzjährig – die Überfahrt dauert nur etwa 15 Minuten. Nach Simpnäs sind es mit dem Auto von Stockholm gut zwei Stunden, von Norrtälje etwa eine. Im Frühjahr und Sommer fahren zusätzlich Boote ab Strömkajen in Stockholm. Einen Überblick gibt Visit Stockholm.
Wann sich Arholma lohnt
Im Sommer für Bad, Paddeln und die Museumsführung – im Herbst und Winter für die Stille am Rand des offenen Meeres. Weil die Boote ab Simpnäs ganzjährig verkehren, ist Arholma eine der wenigen äußeren Inseln, die auch in der Nebensaison zuverlässig erreichbar bleiben; mehr dazu im Beitrag zur besten Reisezeit und zum Winter in den Schären.
Häufige Fragen zu Arholma
Wie kommt man nach Arholma?
Ganzjährig ab Simpnäs mit dem Boot Monsun in etwa 15 Minuten. Nach Simpnäs fährt man von Stockholm gut zwei Stunden mit dem Auto; im Sommer gibt es auch Boote ab Strömkajen.
Was kann man auf Arholma besichtigen?
Die Batteri-Arholma-Anlage aus dem Kalten Krieg, heute ein Museum mit Führungen, dazu das Naturreservat mit Wald- und Klippenwegen.
Ist Arholma auch im Winter erreichbar?
Ja. Die Verbindung ab Simpnäs fährt ganzjährig – anders als viele Linien in den äußeren Schärengarten, die im Winter pausieren.