Artipelag: Kunst am Wasser auf Värmdö

Ein Museum aus schwarz geteertem Holz, das zwischen Kiefern und Granit fast verschwindet: Das Artipelag auf Värmdö, rund 20 Kilometer östlich von Stockholm, ist der ungewöhnlichste Kulturbau des Schärengartens – und einer der wenigen, die ganzjährig geöffnet sind. Der Name ist Programm: Art trifft Archipelago.

Ein Geschenk des BabyBjörn-Gründers

Hinter dem 2012 eröffneten Haus steht das Ehepaar Björn und Lillemor Jakobson, Gründer der Babytragen-Marke BabyBjörn. Die beiden verbrachten ihr Leben segelnd im Schärengarten und wollten der Landschaft etwas zurückgeben – herausgekommen ist eine privat finanzierte Kunsthalle in Traumlage am Wasser, auf der Landzunge Hålludden. Hintergründe zum Haus stehen auf der Artipelag-Seite.

Architektur, die sich duckt

Entworfen hat den Bau der Architekt Johan Nyrén – mit Fassaden aus schwarz geteerten Holzplanken, eine Verbeugung vor dem traditionellen Bootsbau der Schären. Das Gebäude schmiegt sich so in den Kiefern- und Fichtenwald, dass es vom Wasser aus kaum auffällt; Felsen wachsen teils durch die Terrassen. Drinnen wechseln große Kunstausstellungen, draußen führen Stege und Spazierwege am Ufer entlang.

Eintritt: das Gelände ist frei

Praktisch für einen Schärenausflug: Gelände, Uferwege, Museumsshop und Restaurants sind kostenlos zugänglich – bezahlt wird nur der Besuch der jeweiligen Ausstellung. Man kann also auch einfach zum Spazieren und Essen herkommen, mit Kunst als Option. Was gerade läuft, zeigt der Besucherbereich der Website.

Anreise: Bus ganzjährig, Boot im Sommer

Die Bushaltestelle liegt direkt vor dem Haus, die Anfahrt führt über Gustavsberg – kombinieren lässt sich der Besuch gut mit der Porzellanstadt Gustavsberg. Stimmungsvoller ist der Wasserweg: Von Mai bis September fährt Strömmas historisches Schiff M/S Gustafsberg VII ab Strandvägen in rund eineinhalb Stunden zum museumseigenen Steg. Als Halbtagesziel passt das Artipelag damit in jede Liste der Tagesausflüge von Stockholm – und ist dank Ganzjahresbetrieb eine der besten Schären-Optionen für Regentage und die Nebensaison (siehe beste Reisezeit).

Häufige Fragen zum Artipelag

Was kostet das Artipelag?

Gelände, Uferwege, Shop und Restaurants sind kostenlos. Eintritt zahlt man nur für die Kunstausstellungen.

Wie kommt man zum Artipelag?

Ganzjährig mit dem Bus über Gustavsberg (Haltestelle direkt vor dem Haus), von Mai bis September auch per Boot: mit der M/S Gustafsberg VII ab Strandvägen in rund 1,5 Stunden.

Lohnt sich das Artipelag auch ohne Kunstinteresse?

Ja. Die Architektur aus geteertem Holz, die Uferwege über die Felsen und die Restaurants mit Wasserblick tragen einen Besuch auch ohne Ausstellungsticket.

Hat das Artipelag im Winter geöffnet?

Ja, das Haus ist ganzjährig in Betrieb – anders als viele Schärenziele, die nur von Mai bis September laufen.