Zum Inhalt springen
Schären StockholmDer Schärengarten vor StockholmStockholmVärmdöVaxholmGustavsbergSandhamnDanderyd
Inseln:VaxholmSandhamnGrindaMöjaUtöFinnhamn

Naturreservat Björnö: Anreise ohne Boot, Strand und Zeltplatz

Von Martin HöllingerZuletzt aktualisiert am 23. August 2026

Rosafarbene Felsplatten am Ufer, dazwischen Kiefern und junge Birken

Björnö ist das Schärenerlebnis für alle, die kein Boot nehmen wollen. Das Naturschutzgebiet liegt ganz außen auf Ingarö in der Gemeinde Värmdö, umfasst 948 Hektar - davon 316 Hektar Land - und ist mit dem Bus ab Slussen erreichbar. Sandstrand, Felsküste, Wälder und ein Schnorchelpfad, ohne einen einzigen Fahrplan im Hinterkopf.

948 Hektar, seit 1983 geschützt

Das Reservat wurde 1983 eingerichtet und wird heute von der Skärgårdsstiftelsen verwaltet. Der weit überwiegende Teil der Fläche ist Wasser: 948 Hektar insgesamt, 316 davon an Land. Genau diese Mischung macht das Gebiet aus - Buchten, Halbinseln und vorgelagerte Klippen statt einer kompakten Landmasse.

Für Besucher heißt das: kurze Wege zwischen Wald und Wasser, und mehrere Badestellen entlang der Küste statt einer einzigen zentralen.

Anreise ohne Boot

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren Sie ab Slussen mit dem Bus Richtung Björkviks brygga bis zur Haltestelle Björkviks gård und gehen von dort zu Fuß weiter. Mit dem Auto nehmen Sie den Värmdöleden Richtung Ingarö; die Ausfahrt zum Reservat ist kurz vor Björkviks havsbad ausgeschildert. Der Parkplatz am Reservatseingang ist gebührenpflichtig.

Das ist der praktische Unterschied zu allen anderen Zielen in diesem Gebiet: Sie sind nicht an das letzte Boot gebunden. Wenn es regnet, fahren Sie früher zurück; wenn der Abend schön wird, bleiben Sie länger. Für einen spontanen Halbtagesausflug ab Stockholm ist Björnö deshalb die naheliegendste Wahl - siehe auch den Beitrag über Tagesausflüge in die Schären.

Torpesand und der Schnorchelpfad

Die bekannteste Badestelle heißt Torpesand und kombiniert Sandstrand mit angrenzenden Klippen. Sie ist der Grund, warum an heißen Wochenenden im Juli der Parkplatz voll ist.

Die Besonderheit liegt unter Wasser: Bei Torpesand gibt es einen markierten Schnorchelpfad. In der Ostsee mit ihrem Brackwasser ist die Sicht schlechter als im Mittelmeer, dafür sehen Sie eine Unterwasserwelt, die es sonst nirgends gibt - Blasentang, Seegras und die Fischarten, die zwischen Süß- und Salzwasser leben. Was dort wächst und warum der Blasentang als Schlüsselart gilt, steht im Beitrag über die Rückkehr des Blasentangs.

Weitere Badeplätze liegen verteilt an der Küste. Wer Ruhe sucht, geht von Torpesand aus weiter und findet Klippen ohne Betrieb.

Wege, Aussichtsturm, Feuerstellen

Durch das Gebiet zieht sich ein Netz aus Pfaden und Schotterwegen. Markierte Routen führen unter anderem zu den Småängsuddarna und zu einem Aussichtsturm. Kilometerangaben nennt der Verwalter nicht - das Gebiet ist klein genug, dass man ohne Etappenplanung auskommt.

An mehreren Stellen gibt es Rastplätze mit Feuerstellen, Windschutz und Informationstafeln sowie Türme zur Vogelbeobachtung. Feuer machen Sie ausschließlich in diesen Feuerstellen, nicht auf dem Fels: Granit platzt unter Hitze ab, und die Narbe bleibt jahrzehntelang sichtbar.

Wer nach längeren Strecken sucht, findet sie im Beitrag über das Wandern in den Schären. Björnö ist kein Etappenziel des Fernwanderwegs, sondern eine Halbtagesrunde.

Zelten im Reservat

Björnö ist einer von drei Lagerplätzen der Skärgårdsstiftelsen im gesamten Schärengebiet, neben Gålö und Nåttarö. Dort gibt es Toiletten, Müllbehälter und meist Zugang zu Frischwasser. Zeltplätze sind an mehreren Stellen im Gebiet ausgewiesen.

Anders als beim freien Zelten nach dem Jedermannsrecht gelten hier die Reservatsvorschriften: keine Äste abbrechen, Grillen nur an gekennzeichneten Feuerstellen, keine Einweggrills. Empfohlen werden Grills mit Beinen, die den Boden nicht anbrennen.

Sechzehn Verbote

Die Reservatsverordnung listet 16 Punkte. Die drei, die Besucher am häufigsten betreffen:

Hunde an die Leine. Das gilt im gesamten Gebiet und ganzjährig, nicht nur in der Brutzeit.

Kein Reiten auf markierten Wanderwegen. Die Wege sind für Fußgänger reserviert.

Keine Motorfahrzeuge auf bestimmten Wasserflächen. Das betrifft Motorboote und Jetskis in den geschützten Buchten.

Die vollständige Liste führt die Länsstyrelsen Stockholm. Ein Restaurant oder Café gibt es im Reservat nicht - Verpflegung bringen Sie mit.

Wann sich der Besuch lohnt

Björnö funktioniert das ganze Jahr, aber mit sehr unterschiedlichem Charakter. Im Juli ist Torpesand ein Familienstrand mit vollem Parkplatz; im Mai, September und Oktober haben Sie dieselben Wege fast für sich. Im Winter ist das Gebiet eine Alternative zu allem, was per Boot nicht mehr erreichbar ist.

Ein Hinweis für Badegäste: Bei Algenblüte, meist Ende Juli, kann das Wasser stellenweise grün und trüb werden. Dann besser nicht baden - oft ist auf der anderen Seite der Halbinsel klares Wasser.

Häufige Fragen zum Naturreservat Björnö

Wie kommt man nach Björnö?

Mit dem Bus ab Slussen Richtung Björkviks brygga bis zur Haltestelle Björkviks gård, dann zu Fuß. Mit dem Auto über den Värmdöleden Richtung Ingarö; der Parkplatz am Eingang ist gebührenpflichtig.

Wie groß ist das Reservat?

948 Hektar insgesamt, davon 316 Hektar Landfläche. Eingerichtet wurde es 1983.

Gibt es einen Sandstrand?

Ja, Torpesand, mit angrenzenden Badeklippen. Weitere Badestellen liegen entlang der Küste.

Darf man in Björnö zelten?

Ja, an ausgewiesenen Zeltplätzen. Björnö ist einer von drei Lagerplätzen der Skärgårdsstiftelsen und hat Toiletten, Müllbehälter und meist Frischwasser.

Müssen Hunde an die Leine?

Ja, im gesamten Reservat und ganzjährig. Die Verordnung umfasst insgesamt 16 Verbote.

Gibt es im Reservat ein Café?

Nein. Verpflegung müssen Sie mitbringen, Feuerstellen und Rastplätze sind dafür vorhanden.

Weiterlesen